Geomantie heißt in etwa „Weissagung aus der Erde“.
Sie ist nichts Festgelegtes, Starres – sie ist in ständiger Entwicklung begriffen, wie auch der Mensch der sie anwendet.
Der Geomant nimmt seine Umgebung in der er steht, wahr.
Aus dem Herz heraus fühlt er die beseelte Landschaft.
Er „schaut“ dahinter oder dazwischen, nicht mit seinem Intellekt – sondern mit seiner Wahrnehmung.
In liebevoller Verbundenheit und Hinwendung zu dem, was um ihn ist und seine Aufmerksamkeit weckt, öffnet er sich den Schwingungen der Landschaft.
Diese Schwingungen wiederum aktivieren Stimmungen in ihm, gehen mit ihm in Resonanz, die sich dann in Gedanken, Bildern, Gefühlen oder körperlichen Reaktionen äußern.
Dadurch kann sich Wandlung entfalten: „Ich wandle mich und die Erde wandelt sich, ich heile mich und die Erde heilt sich.“
Dabei geht es um die innere und äußere Ausrichtung: „was in mir ist, ist auch außerhalb von mir.“
Die Wiederherstellung des Gleichgewichts, der ursprünglichen Kraft, der Harmonie der Landschaft und seiner Bewohner.
Der Geomant versteht die Erde als lebendiges Wesen, das ebenso wie der Mensch, Ausdruck, Vitalkräfte und seelisch-geistiges Bewusstsein besitzt und mit ihr und ihren Wesen einen respektvollen Umgang pflegt.
Er ist Mittler einer höheren Kraft, die bei der Wiederherstellung des Gleichgewichts, der ursprünglichen Kraft, der göttlichen Harmonie eines Ortes, eines Hauses, Grundstückes oder Raumes hilft.
